Wie entsteht ein individuelles Jersey?
Ein individuelles Jersey entsteht aus dem Zusammenspiel von Einsatzanforderung, Material, Schnitt, Design, Sublimation und Konfektion. Für eine Serie müssen alle Schritte aufeinander abgestimmt und freigegeben werden.
Aktualisiert am 03.10.2026 · 2 Min. Lesezeit
Ein individuelles Jersey unterscheidet sich von einem Standardshirt mit Logo dadurch, dass Produkt und Gestaltung als Einheit entwickelt werden können.
Anforderungen und Sportart
Zuerst wird geklärt, wie das Jersey eingesetzt wird.
Relevant sind beispielsweise:
- Bewegungsumfang
- Körperkontakt
- Temperatur
- Tragedauer
- gewünschte Passform
- Vorgaben des Teams oder Verbandes
Diese Anforderungen beeinflussen Material und Konstruktion.
Material
Für sublimierte Jerseys werden häufig geeignete Polyester-Funktionsmaterialien eingesetzt.
Je nach Produkt können unterschiedliche Zonen sinnvoll sein, beispielsweise ein glatteres Hauptmaterial und atmungsaktivere Einsätze.
Die Materialwahl sollte nicht nur nach Gewicht erfolgen. Mesh, Interlock und Jersey – textile Strukturen erklärt zeigt wichtige Unterschiede.
Schnitt
Der Schnitt definiert Passform und Bewegungsfreiheit.
Bei Teamwear können außerdem verschiedene Passformen und Größenreihen erforderlich sein.
Wenn ein vorhandener Grundschnitt eingesetzt wird, muss geprüft werden, ob er zum Material und Einsatz passt.
Design
Bei Sublimation kann das Design vollflächig auf die Schnittteile gelegt werden.
Dabei sind zu beachten:
- Nahtverläufe
- Positionen von Logos
- Nummern
- Namen
- Größenunterschiede
- Übergänge zwischen Schnittteilen
Mehr dazu unter Vollflächige Designs: Was muss im Schnitt berücksichtigt werden?.
Sublimation
Das Design wird auf geeignetes Material übertragen, bevor die Teile zum fertigen Jersey zusammengenäht werden.
Das ermöglicht eine große gestalterische Freiheit ohne zusätzliche großflächige Druckschicht auf der Oberfläche.
Zuschnitt und Konfektion
Nach der Veredelung werden die bedruckten Flächen den jeweiligen Größen und Schnittteilen zugeordnet.
Anschließend folgen:
- Zuschnitt
- Sortierung
- Nähen
- Kontrolle
- Kennzeichnung
Eine sichere Zuordnung ist besonders wichtig, wenn Namen oder Nummern individuell sind.
Muster und Größenprüfung
Vor einer größeren Serie kann ein Muster helfen, Passform, Design und Verarbeitung zu bewerten.
Bei mehreren Größen sollte außerdem geklärt sein, wie das Design auf die unterschiedlichen Schnittflächen angepasst wird.
Serienfertigung
Nach der Freigabe werden alle Produktionsdaten eingefroren.
Textilwerk3 kann Sport- und Teamwear mit Sublimation und eigener Konfektion in Nürnberg umsetzen, wenn Produkt, Menge und Produktionsweg zum Projekt passen.